Erstmalig in Deutschland fand 1971 in Kaltenkirchen ein Rennen für 250 ccm Karts statt. Alle Fahrer kamen aus Dänemark. Gefahren wurde damals mit Zweizylinder-Yamaha-Motoren, die nebeneinander angeordnete Zylinder hatten und luftgekühlt waren.
Ein Jahr später wurde der Hamburger Bernd Bleek inspiriert, ebenfalls Superkart zu fahren. Er war der erste deutsche Fahrer und blieb es als "Dienstältester" bis heute. Um regelmäßig Rennen zu fahren, war man gezwungen, weite Reisen nach Dänemark und England in Kauf zu nehmen, wo dieser Sport schon länger etabliert war. Einer der ersten Fahrer war auch Thomas Lück aus Berlin, der von dem 100 ccm Kart in die 250iger Klasse umstieg.
Es dauerte eine ganze Zeit, bis allein deutsche Fahrer ein anständiges Fahrerfeld stellten; zum Glück kamen zu den norddeutschen Rennen Dänen und Schweden. Der Kart-Club von Deutschland - damals noch im AvD - schrieb genauso Meisterschaften wie der ADAC aus. Überwiegend wurde auf Kartbahnen gefahren. Ausgenommen waren hier Mainz-Finten und Kassel-Kalden, wo im Rahmenprogramm bei Autorennen unter begeisterten Zuschauern gestartet wurde. Erstmalig 1978 veranstaltete der RSG Hamburg / im ADAC eine Europameisterschaft in Uetersen auf dem Flugplatzgelände. Europameister wurde damals der Engländer Buddigiegh.
Schon damals schnitten deutsche Fahrer sehr gut ab; 4., 5. und 8. Plätze. Damals also die gleiche Situation wie sie wieder heute, fast 20 Jahre später, bei den Einzylinder-Superkarts ist. Schon damals wurde die RSG-Hamburg - mit Unterstützung anderer Clubs - Hauptveranstalter von 250 ccm Rennen im Langbahn- wie Kurzbahnbereich. Die RSG-Hamburg ist übrigens der Club in Deutschland, der die meisten Superkartfahrer hatte und bis heute seine Position beibehalten konnte.









